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Virus-Glaube oder Erkenntnis – Die Corona-Krise als Symptom einer tiefen Bewusstseins-Krise

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Etwas unendlich Klein-Gedachtes, ein Virus, dem bloßen Auge unsichtbar, der Erfahrung vollkommen unzugänglich, erschüttert gegenwärtig die Menschheit und schlägt ihr regelrecht auf den Atem. So winzig es auch sein soll, so riesengroß baut es sich wie ein Gespenst vor den Menschen auf und versetzt sie in panische Angst und Schrecken. Denn Wissenschaft, Obrigkeit und Medien verbreiten unaufhörlich die warnende Botschaft, dass es sich auf jedermann stürzen und ihn elendig erwürgen könne. Aberglaube oder sichere Erkenntnis? Noch nie war der Mensch so herausgefordert, sich nicht ungeprüft äußeren Autoritäten auszuliefern, sondern in eigener Erkenntnis zu sich selbst zu erwachen und seine Menschenwürde zu retten.


Naturwissenschaftliche Voraussetzungen

Die gegenwärtigen Naturwissenschaften gehen von der wie selbstverständlichen, naiven Voraussetzung aus, dass die physisch materielle Welt, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, die volle, einzig wahre Wirklichkeit sei; dass sie ihre Begründung in sich selber trage und nicht etwa von einer über den Sinnen liegenden geistigen Welt abhängig und hervorgebracht gedacht werden könne, da es eine solche nicht gebe.
Um die Rätselhaftigkeit der zahllosen materiellen Erscheinungen aufzulösen, versucht die Naturwissenschaft immer tiefer in die Materie einzudringen, um in immer kleineren Teilchen die letzten Ursachen der Dinge und des Geschehens zu suchen.

So schreibt Irene Diet in einem Artikel, die Suche nach dem Urgrund des Seins habe in den heutigen Naturwissenschaften die (unbewusst gebliebene) Voraussetzung, dass alles, was uns umgibt, zusammengesetzt sei, dass das Große aus dem Kleinen bestehe und daher die „Wirklichkeit“ eine Zusammenfügung von einzelnen, kleinen und noch kleineren Elementen sein müsse. Die Welt werde zerstückelt gedacht, aus Millionen und Millionen Teilchen zusammengesetzt.
„Mit dieser Vorstellungs-Voraussetzung kommt man – notgedrungen – stets zu dem noch Kleineren, das nicht mehr wahrnehmbar, das unserem Auge nicht mehr sichtbar ist. Obwohl dieses Kleinste selbst nicht wahrnehmbar ist, denkt man es dennoch in die wahrnehmbare Welt hinein und schafft, von dieser Vorstellung ausgehend, hochkomplizierte technische Apparaturen, die dasjenige, was in seinem Wesen unsichtbar ist, dennoch sichtbar zu machen scheinen. Diesem Kleinsten, Vereinzelten, Nicht-Wahrnehmbaren, das aber dennoch materiell und für die Sinnesorgane wahrnehmbar vorgestellt wird, weist man eine ungeheure, alles bestimmende Macht zu: die Macht, die Wirklichkeit zu sein.
In der seit März 2020 ausgebrochenen Corona-Krise hat diese unbewusste und dennoch die Naturwissenschaft beherrschende Vorstellungs-Grundlage das Weltgeschehen übernommen. Nun ist es ein unendlich kleines, vereinzelt gedachtes genetisches «Schnipselchen», das zum Herrscher über die Menschheit geworden ist.“1

Viren sollen eine Kleinheit zwischen 15 und 200 Nanometer messen, das sind Milliardstel Meter, die aber in den Darstellungen der Medien oft in der Größe einer Handfläche erscheinen.
Wenn wir diese millionenfach wiederholten Abbildungen, mit denen wir seit mehreren Monaten überflutet werden, ernst nehmen, wäre ein Mensch im selben Verhältnis 1,8 Millionen Meter groß. Dies aber beträgt etwa die Strecke zwischen Berlin und Moskau. Der als zackenbesetzter Ball dargestellte Corona-Virus ist zwar unsichtbar, erscheint aber stets in einer Darstellungsform, die seiner Unsichtbarkeit vollkommen widerspricht: Als 3D-Modell räumlich geformt und bis in einzelne Details, wie dem grau-steinernen Anschein des Corona-Balles und dem Schattenwurf der Zacken ausgezeichnet, hat es die Medien weltweit und über Monate hin beherrscht“, so Irene Diet.
Diese verbreitetste Darstellung des Virus ist schon im Januar 2020 von der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC in Auftrag gegeben worden. Die Zacken bekamen Schatten, um den Wirklichkeitscharakter des Bildes zu erhöhen.2

Das ist eine gezielte Täuschung, um dem Virus im konstruierten irrealen Bilde die bedrohliche materielle Realität zu suggerieren, die man verbal ständig beschwört. Zugleich wird damit unterschwellig suggeriert, dass das Virus zum einen auch wirklich gereinigt und isoliert eindeutig nachgewiesen und danach aufgenommen worden sei und zum anderen, dass zwischen ihm und der Covid-19-Krankheit eine Kausalität bestehe, das Virus also als Verursacher und Erreger der Krankheit festgestellt wurde. Beides ist aber bis heute nicht der Fall,3 was der Menschheit verborgen gehalten wird.

Die gespenstisch ins Bild gebrachte Lüge des Virus und die beispiellosen Freiheitsberaubungen und Nötigungen, die darauf gestützt werden, sind eine unübersehbare Aufforderung an die Menschen, diese inszenierte Corona-Krise, die nicht die letzte sein wird, zum Anlass zu nehmen, sich der Grundfrage des Menschenlebens zu stellen: Was ist Wirklichkeit und wie ist meine Erkenntnis-Möglichkeit beschaffen, sie zu erkennen?
„Die Frage nach Wirklichkeits-Erkenntnis“, schreibt Irene Diet, „wird in der Corona-Krise zur sozialen Frage, zur Überlebensfrage der Menschheit. Es ist, als erschiene uns in dem Bilde des mit Zacken besetzten kugelrunden «Schnipselchen», das über Gesundheit und Krankheit, über Leben und Tod, ja, über die Zukunft der Menschheit überhaupt entscheiden könne, eine Karikatur der wichtigsten Frage, die der Mensch heute stellen kann, mit dem dieser Karikatur innewohnenden Ruf … nach Wirklichkeits-Erkenntnis.“
Darin besteht aber, wie es Rudolf Steiner einmal ausgedrückt hat, die einzige Möglichkeit, den im heutigen Menschen stets latent vorhandenen „Bedarf an Aberglauben“ zu überwinden.

Wer die Erkenntnis anderen überlässt und sich nur gläubig anhängt, bleibt abhängig und unfrei. Nur in der eigenen Erkenntnis kann der Mensch frei werden und sein eigentliches Wesen verwirklichen. Damit stellt sich aber die Aufgabe, Wesen und Funktion des Erkennens selbst und sein Verhältnis zur Wirklichkeit konkret ins Auge zu fassen.
Dazu sei zunächst noch einmal auf die Erkenntnisversuche der Naturwissenschaft geblickt.

Statt Wahrnehmungen Denkmodelle

Irene Diet weist auf sonst kaum thematisierte grundsätzliche physikalische Probleme hin, die mit dem Elektronenmikroskop verbunden sind, durch das dasjenige, was heute als Virus gilt, erstmals in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in die Sichtbarkeit hineingezwungen wurde:
„Diesem liegt bis in die hochspezialisierte technische Ausführung hinein die für die heutigen Wissenschaften grundlegende Vorstellung zugrunde, dass sich sämtliche festen, flüssigen und gasförmigen Stoffe aus Teilchen zusammensetzen: den Atomen. Elektronen gelten als einer der «Bestandteile» des Atoms: daraus besteht, so die Ansicht, die negativ geladene Atomhülle, die den von positiv geladenen Protonen besetzten Kern umgeben.
Diese negativ geladenen Atom-Bestandteile sind das Agens, auf das die Elektronenmikroskopie beruht; die «Wahrnehmung» des Virus soll durch zwei verschiedene «Elektronen-Strahlen» erzeugt werden. Ob es aber Elektronen, so wie man sie sich mit Hilfe des Bor´schen beziehungsweise Rutherford´schen Atommodells vorstellt, überhaupt gibt: Dies stellt die Atomtheorie allerdings mittlerweile selbst in Frage. Schon in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts fanden Versuche statt, infolge derer sich die Modell-Vorstellung vom Atom weiter vereinzelte; nach und nach «entdeckte» man einen aus mehr als 200 verschiedenen Teilchen bestehenden «Teilchenzoo», wobei alle diese Teilchen sehr schnell wiederum «in einen Schauer von anderen Teilchen und Strahlungen» zerfallen sollen.4
Nun aber entstand die große Frage: Wie halten diese – unendlich kleinen – Teilchen zusammen? Als
Antwort darauf entstand die «String-Theorie», wonach es bestimmte (offene oder geschlossene) Energie-Fäden geben soll, die als die «Ur-Einheit» der Materie gelten. Von Elektronen ist in dieser Theorie nicht mehr die Rede, was auf die Handhabung der Elektronenmikroskopie allerdings keinen Einfluss zu haben scheint.“

Diese sich einander ablösenden Vorstellungen zeigten, dass die heutige Naturwissenschaft nicht von realen Wahrnehmungen, sondern vielfach von Denkmodellen ausgehe, die in ein Gebiet führen, das von mathematischen bzw. technischen Vorgängen beherrscht wird, die ausschließlich am Computer stattfinden und für einen Menschen vollkommen uneinsichtig sind. Offenkundige Widersprüche, die dabei auftreten, fielen dabei wenig ins Gewicht; ja, man akzeptiere im Grunde das Unerkennbare, und zwar so lange, so lange man zu Ergebnissen finde, die funktionieren.
Also es ist damit ein Skeptizismus verbunden, die Wirklichkeit überhaupt voll erkennen zu können. „Ohne Denkmodelle, von denen die Untersuchungen ausgehen und mit Hilfe derer sie wiederum interpretiert werden, gäbe es heute keine Erkenntnisse in den gängigen Naturwissenschaften.“

Irene Diet zitiert dazu Andrea Thorn, Strukturbiologin und Leiterin einer internationalen Forschungsgruppe zum Corona-Virus, die aus ihrer Arbeit folgendes offenbart:
„Es gibt allerdings ein fundamentales Problem in der Strukturbiologie: Die dreidimensionalen Strukturen von Molekülen werden nicht direkt gemessen, sondern die Messdaten aus NMR (nuclear magnetic resonance), Kristallographie oder Kryo-Elektronenmikroskopie (Kryo-EM) müssen erst prozessiert und anschließend mit einem Strukturmodell interpretiert werden. Doch diese Modelle passen nie perfekt zu den Messdaten: Die Diskrepanz zwischen Modell und Messung wird zum Beispiel in der Kristallographie als R-Wert in Prozent angegeben. Während Kleinmoleküle typischerweise Werte von fünf Prozent erreichen, sind es bei biologischen Makromolekülen 20–25 Prozent. Diese verhältnismäßig schlechte Übereinstimmung macht es oft unmöglich, alle biologischen Fragen zu beantworten, und kann sogar die ganze Strukturlösung verfälschen.“ 5

Zusammenfassend konstatiert (offenbar) ein Kollege in einem Kommentar:
„Nirgendwo sonst [als in der Strukturbiologie, die den Corona-Virus erforschen möchte – I.D.] wird eigentlich so deutlich, dass Naturwissenschaften gar nicht den Anspruch haben, die Realität abzubilden, sondern lediglich versuchen, Modelle zu entwickeln, die die Sache für uns begreifbar machen und erlauben, die weltlichen Prozesse zu erkennen, vorherzusagen und für eigene Zwecke zu steuern. Auch hier geht es schlussendlich lediglich darum, ein ‹besseres› Modell zu entwickeln, das ein erwünschtes, steuerndes Eingreifen möglich macht.“ 6

Es ist also schon fragwürdig, inwieweit das Elektronenmikroskop überhaupt Bilder liefert oder auch liefern kann, die unverfälschte Wahrnehmungen dessen sind, was als noch materielle Realität unter unserer gewöhnlichen Wahrnehmungsschwelle liegen. Doch das kann hier nicht weiter verfolgt werden.

Das pathogene Virus – und nur von diesem soll hier die Rede sein7ist jedenfalls keine Wahrnehmung, sondern ein gedankliches Modell, das unter der nicht nachgewiesenen dogmatischen Annahme, ein Virus müsse der Erreger der Krankheit sein, die Sache begreifbar und dazu hypothetisch in die Wahrnehmung hieven soll, obwohl es in der Wirklichkeit nicht wahrnehmbar auszumachen ist. Damit verabschiedet sich aber die Naturwissenschaft in das Reich der Spekulation und hört hier auf, Wissenschaft zu sein. 8

Wahrnehmung, Begriff und Wirklichkeit

Denn alles Erkennen beruht grundsätzlich auf zwei Elementen: auf dem Wahrnehmen durch die Sinne und dem Denken. Eine Sache muss uns einerseits als Wahrnehmung gegeben sein, und andererseits müssen in unserem Denken die Begriffe erfasst werden, mit denen wir die Wahrnehmungen erkennend durchdringen. Eine Rose kann nur wahrgenommen, nie aus dem Denken hervorgebracht werden. Der Begriff der Rose, mit dem wir sie identifizieren und in ihrer Eigenart verstehen, kann nur gedacht werden; er haftet der Wahrnehmung nicht an.
Die Wahrnehmung für sich, ohne entsprechende Gedanken, vermittelt uns nicht die volle Wirklichkeit, Begriffe ohne die zu ihnen gehörende Wahrnehmung ebenso wenig. Erst in der Vereinigung dieser beiden Elemente erleben wir die Wirklichkeit einer Sache, bzw. wachsen wir immer mehr in ihre Wirklichkeit hinein.

Begriffe als Modelle der Wirklichkeit, aber ohne konkrete Wahrnehmung, die auf die Wirklichkeit hinweist, haben die Verbindung mit ihr verloren. Sie existieren nur als wesenlose Schatten, als Gespenster in einem isolierten Bewusstsein, ohne die Möglichkeit, von der abhanden gekommenen Wahrnehmung noch korrigiert werden zu können. Damit haben wir es beim Virus ganz offensichtlich zu tun.

Es ist von großer Bedeutung, sich klar zu machen, was die Wahrnehmung einerseits und die Gedanken, die wir als Begriffe und Ideen bezeichnen, andererseits jeweils zur Erkenntnis beitragen. In unserem Alltagsbewusstsein sind Wahrnehmungen und Begriffe bereits vielfältig vermischt, da in gewohnter Umgebung ihre Verbindung blitzschnell und unvermerkt geschieht. Deswegen erzwingt eine gründliche Analyse des Erkenntnisprozesses, beide Elemente streng voneinander abzusondern. Nur so sind sie in ihrer jeweiligen Eigenart und in ihrem Verhältnis zueinander klar zu erkennen. Wir müssen daher in uns künstlich die Ausnahmesituation herstellen, uns zunächst einer Wahrnehmung gegenüber des Denkens vollkommen zu enthalten.
Gelingt uns das auch nur annähernd für kurze Zeit, erscheint uns alles, was in den Kreis unseres Wahrnehmens eintritt: Farben, Formen, Töne, Gerüche, Empfindungen, Gefühle, Willensimpulse, Traum- und Phantasiebilder, Halluzinationen usw., völlig dunkel und unverständlich. Wir nähern uns einem traumähnlichen Zustand. Wenn wir unser Selbstbewusstsein aufrechterhalten, nehmen wir zwar bewusst wahr, aber was wir wahrnehmen, wissen wir nicht, was die Erscheinungen sind und in welchem Zusammenhang sie untereinander stehen, verraten sie nicht; es haftet ihnen als reine Wahrnehmungen nicht an.

Erst wenn wir unser Denken in Bewegung setzen, leuchten Begriffe in uns auf, die Licht in die Wahrnehmungen bringen, sie in sich sowie in ihrem Verhältnis zu anderen Wahrnehmungen verständlich machen. Die reinen Wahrnehmungen sind völlig gedanken-, d. h. bestimmungslos, aus sich selbst heraus absolut unerklärlich. Die Rätselhaftigkeit ihrer Erscheinung ist es gerade, die uns unbefriedigt lässt und die Aktivität unseres Denkens herausfordert. In ihm erfassen wir Inhalt, Prinzip und Zusammenhang der Dinge, die sie uns als wahrgenommene Erscheinungen verborgen halten.
Ihre äußere Seite nehmen wir durch Beobachtung wahr, ihr Wesen durch unser aktives Denken.
Die Wahrnehmungen offenbaren sozusagen nur eine halbe Wirklichkeit. Von dem, was sie sind, von ihrem Wesen überhaupt zu sprechen, kann nichts anderes bedeuten als das Erfassen des anderen wesentlichen Teiles der Wirklichkeit in der Form von Begriffen und Ideen. Erst die Verbindung beider im Erkenntnisakt konstituiert uns die volle Wirklichkeit.

Dabei wäre es ein Irrtum zu meinen, die Begriffe, die wir im Denken hervorbringen, seien subjektiv.
Subjektiv ist die Tätigkeit des Denkens, aber die Begriffe sind in ihrem Inhalt objektiv, allgemein, sonst wäre auch eine Verständigung der Menschen  überhaupt nicht möglich. Wenn uns durch die Wahrnehmung zwei Elemente a und b gegeben sind, z.B. der Wurf eines Steines und das Klirren einer Scheibe, und wir das Verhältnis aufsuchen wollen, das zwischen ihnen besteht, so müssen wir das nach einer inhaltlich bestimmten Regel tun (Parabelform der Flugbahn, Kausalität); diese können wir aber nur im Denken erfassen. Aus der Wahrnehmung ist sie nicht zu entnehmen, denn deren Bestimmung soll ja mit Hilfe der Regel eben erst gewonnen werden.
Den zu den Wahrnehmungen hinzugefundenen Begriffen von a und b geben wir durch unsere subjektive Denkanstrengung Gelegenheit, sich in der ihnen eigenen gesetzmäßigen Verbindung zu zeigen. Nicht unsere subjektive Organisation ist es, die den Zusammenhang von a und b bestimmt, sondern der gedankliche Inhalt von a und b selbst ist das allein Bestimmende. Das wesentliche Kriterium des Denkens ist nicht die subjektive Form seines Auftretens, sondern die objektive Form seiner Inhalte.

Das Denken schlechthin als subjektiv zu bezeichnen, wäre im Grunde aber auch völlig absurd. Denn eben dieses Denkergebnis beansprucht ja, objektive Geltung zu haben. Man kommt aus dem Denken gar nicht heraus: Jede gedankliche Aussage muss implizit behaupten, wahr zu sein, wenn sie sich nicht gleichzeitig wieder zurücknehmen und damit nichts sein will. Es ist deshalb unsinnig, das Denken in Frage zu stellen, denn das kann auch wieder nur denkend geschehen.

Das Denken macht sich zum reinen Organ der Auffassung der Gesetze, die diese Welt gestalten und beherrschen. In den Begriffen erscheint inhaltlich, was in den Dingen real wirksam ist – und das ist selbst nicht materiell. Das Denken weist über die materielle Erscheinung hinaus auf ihr Wesen, das geistig, sinnlich nicht wahrnehmbar in ihnen schöpferisch und gesetzmäßig tätig ist.

Wir stehen real natürlich der Wirklichkeit gegenüber, aber nicht in unserem Bewusstsein. Das hat erstmals Rudolf Steiner in seinen erkenntnistheoretischen Schriften nachgewiesen. Im Bewusstsein befinden wir uns vor der Erkenntnis zunächst außerhalb der Wirklichkeit. Wahrnehmen und Denken können je nur einen Teil von ihr erfassen. Im Erkennen vollzieht sich die Vereinigung der zwei Teile des Weltinhaltes: dessen, den wir als Gegebenes auf dem Horizonte unserer Erlebnisse überblicken, und dessen, der im Denken erfasst werden muss, um auch gegeben zu sein. Der Erkenntnisakt ist die Synthese dieser beiden Elemente. Wir finden also in unserem Bewusstsein nicht von vorneherein die fertige Wirklichkeit vor, sondern arbeiten uns durch die Zusammenfügung der beiden Teile der Wirklichkeit, die uns je durch Wahrnehmen und Denken getrennt zufließen, in die Wirklichkeit hinein. Das ist eine unendliche Aufgabe, da die Wirklichkeit unendlich ist. 9

Naturwissenschaft und Wirklichkeitserkenntnis

Die Naturwissenschaft und das von ihr geprägte allgemeine Bewusstsein gehen von der ungeprüften Voraussetzung aus, die Wirklichkeit sei uns bereits vor und außerhalb unserer Erkenntnis-Tätigkeit fertig gegeben. Erkenntnis bestehe nur in der Bildung eines möglichst getreuen Abbildes dessen, was als Wirklichkeit in der wahrnehmbaren Welt bereits vor uns liege.
Die wahrnehmbare Gegenstandswelt gilt als die fertige Wirklichkeit, wobei dieser Eindruck dadurch entsteht, dass sie unbemerkt ja bereits von beschreibenden Begriffen des Denkens anfänglich durchdrungen ist, sonst könnte man sie gar nicht in ihrer Differenziertheit unterscheiden. Man rechnet also fälschlich zur gegebenen Wahrnehmung hinzu, was bereits denkende Bestimmung und damit schon Beginn der Wirklichkeits-Konstitution im Bewusstsein ist. Die entscheidende Rolle des Denkens wird vollkommen verkannt.

Und da das Denken im Inneren des Subjekts verläuft und als subjektiv gilt, die Wahrnehmung aber Äußeres erfasst und als objektiv gilt, wird nicht im immer genaueren Beobachten der Wahrnehmung das Denken vertieft, in dem allein das tiefere Wesen der Dinge erfasst werden kann, sondern es wird immer tiefer in die Wahrnehmungen eingedrungen, um von immer kleineren materiellen Teilen zu erwarten, dass sie in simpler Monokausalität die Ursachen der Dinge offenbaren – was nur absolut vergeblich sein kann. Daher kam auch der Philosoph Martin Heidegger zu der Feststellung: Die Wissenschaft denkt nicht.10

In dieser Erklärungsnot greift man nun aber doch zu Begriffen, jedoch nur zu mathematischen, die in ihrer Exaktheit Sicherheit versprechen, und entwirft im eigenen Inneren Erklärungs-Modelle, mit denen man den schweigenden materiellen Wahrnehmungs-Teilchen von außen gewaltsam beikommen will. Unter ihrer Anwendung auf die Wahrnehmungen, erscheinen diese in der ausschließlichen Dimension einer zähl-, mess- und wägbaren, also quantitativen Erscheinungswelt, die aber als Konstrukt wenig mit der Realität zu tun hat. Sie ist ein subjektives gespenstisches Szenario der Wirklichkeit, in der der Mensch selbst (mit seiner Krankheit) überhaupt nicht mehr vorkommt.

So schreibt auch Irene Diet in dem genannten Artikel:
„Dadurch, dass die heutige Naturwissenschaft von der Wahrnehmung auszugehen meint, und jenes Denken, das den Begriff dieses Objektes erfasst, nicht kennt, kann sie auch keinen Weg finden, aus sich selbst solche Gedanken zu bilden, die den untersuchten Objekten entsprechen. Daher ist sie dazu gezwungen, Denk-Modelle zu konstruieren, die sie nicht den beobachteten und untersuchten Objekten entnimmt, sondern aus Vorstellungen, die unabhängig davon gewonnen wurden. Diese Denkmodelle werden meist mit Hilfe einer Mathematik entwickelt, die nur noch am Computer möglich ist, da man in dieser die gesuchte Objektivität zu finden meint.“
Oder besser: Man meint, sich damit der objektiven Wirklichkeit immer mehr annähern zu können.

In dem Moment, in dem man nicht in den wahrgenommenen Teilchen selbst Aufschluss über sie erwartet, sondern das Wesenhafte in den an den Wahrnehmungen gewonnenen Begriffen erkennt, wird man auch nicht mit Tunnelblick auf einzelnen Teilchen, wie z.B. einem Bazillus, haften, sondern es denkend in dem Gesamtzusammenhang betrachten, in dem es erscheint: dem Milieu des menschlichen Organismus und des Lebensumfeldes des Menschen.
Wenn Kolibakterien z.B. im Trinkwasser nachgewiesen werden, dann haben diese „während ihrer Beutezüge“ nicht zufällig einen Brunnen entdeckt, dessen Wasser sie zu vergiften trachteten, sondern Kolibakterien gelangen dann ins Trinkwasser, wenn dieses durch menschliche oder tierische Exkremente verdorben ist, die den Bakterien als Nahrung dienen.

Bakterien leben nicht isoliert, sondern entfalten sich immer dort, wo sie einen geeigneten Nährboden finden. Es ist die Umgebung, die sie gedeihen lässt, so auch im menschlichen Organismus. Bakterien erzeugen nicht direkt die Krankheit, vielmehr ist es die körperliche Krise, die Bakterien anzieht und gedeihen lässt, „indem die entsprechenden Bedingungen geschaffen werden, in denen eigentlich harmlose Bakterien zu giftigen und zum Beispiel Eiter erzeugenden Mikroorganismen mutieren.“ Nicht Bakterien sind die Erreger einer Krankheit, sondern deren Folge. Das Gleiche würde auch für „pathogene“ Viren gelten, wenn es sie denn gäbe.
Die stumpfe dogmatische Fixierung auf Mikroben als angebliche Erreger hält davon ab, nach den eigentlichen Ursachen der Krankheit zu forschen.11

Fazit

Die heutige naturwissenschaftliche Biologie, Anthropologie und Medizin beruhen auf einseitigen materialistischen Vorstellungen, für die sich die Wirklichkeit in rein materiellen Erscheinungen und Prozessen erschöpft, deren Ursachen auch nur in kleinsten Materieteilchen gesucht werden. Dem liegt unbewusst eine Vorurteils-geleitete irrtümliche Auffassung dessen zugrunde, wie menschliche Erkenntnis zustande kommt und in welchem Verhältnis sie zur Wirklichkeit steht. Dadurch wird die Natur des menschlichen Denkens völlig verkannt, in der in Wahrheit das sich materiell verdichtende Wesen der Dinge in Form von Begriffen erscheint.
Stattdessen hält die Naturwissenschaft das Denken für subjektiv und sucht die Ursachen in immer kleineren Teilchen der materiellen Erscheinungen, die schließlich gar nicht mehr wahrnehmbar, sondern gedankliche Konstrukte von Computer-Modellen sind.

Was diese Naturwissenschaft für Erkenntnis hält, führt nicht in die Wirklichkeit, sondern in ein Gespenst von ihr. Dieses Problem ist nicht akademischer Natur, das die Menschen den wissenschaftlichen Spezialisten überlassen könnten. Es hat ungeheure praktische Folgen für jeden Einzelnen. Und die Corona-P(l)andemie zeigt hautnah, wie sich machtpolitische Bestrebungen weltweit dieser Illusionen und Gespenster bedienen können, um die Menschen am Nasenring der Angst in totalitäre Gefangenschaft und Knechtschaft zu führen.

Wirklichkeits-Erkenntnis geht uns alle an. Die Würde des Menschen besteht in seiner Erkenntnis-Fähigkeit, aus der er sein Leben selbst bestimmen kann. Der Mensch kann sich nur als erkennendes Wesen selbst verwirklichen. Jeder ist aufgefordert, sich selbst um die Erkenntnis zu bemühen, die ihn in die Wirklichkeit der Welt hineinführt und die (Ver-)Führer, die sich als wissenschaftliche und staatliche Autoritäten aufspielen, in ihre Grenzen zu weisen.

quelle: fassadenkratzer

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1    In: Der Europäer Dez./Jan. 2020/2021, S. 23 f. unter dem Titel: „CORONA“ oder: Der Kampf um die Krone. Die Corona-Krise als Not-wendige Erkenntnis-Krise.
Zuerst erschienen auf:  ignisverlag.com
2    Siehe: news.artnet.com
3    Vgl. Das Virus ist ein Phantom …
4    Gribbin, John, Auf der Suche nach Schrödingers Katze. Quantenphysik und Wirklichkeit,  München/Berlin/Zürich 2016, S. S. 142; zitiert nach Irene Diet
5    https://www.proquest.com/docview/2417699874/C802FAA7879D48EBPQ/1
6    Zweiter Kommentar auf: https://www.designtagebuch.de/wie-sieht-das-coronavirus-aus/
7    Zu den unzähligen Mikroben, die Erde, Wasser und Luft erfüllen und ohne die menschliches Leben nicht möglich wäre, sollen auch Viren gehören, die ebenfalls mit dem Elektronenmikroskop sichtbar gemacht werden könnten. Dieser Aspekt kann im Rahmen dieses Artikels nicht behandelt werden.
8    Zum Virus als Erreger siehe: Die Wissenschaft vom Virus …
9    Ausführlich entwickelt in: Phänomenologie der Erkenntnis
10  in: Was heißt Denken? Tübingen 1984, 4. Aufl., S. 4
11   Vgl. T. Engelbrecht/C. Köhnlein: Virus-Wahn, Lahnstein 2020, S. 35